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Regionale Kompetenz- und Innovationszentren gewinnen als Standortfaktor im globalen Wettbewerb zunehmend an Bedeutung. Um weltweit konkurrenzfähig zu bleiben, werden Unternehmen und Dienstleister in Zukunft noch stärker auf betriebliche Kooperationen und die Zusammenarbeit mit Hochschulen und Forschungsinstituten angewiesen sein. Deshalb muss das vorhandene innovative Potential einer Region möglichst optimal genutzt und vernetzt werden, indem kurze Wege, informell organisierte Wissens- und Kommunikationsstrukturen, Flexibilität, die Fähigkeit zum internen Know-how-Transfer sowie die Integration des vorliegenden Wissens realisiert werden. Das erste von VISENSO initiierte Kompetenzzentren Virtuelle Realität bzw. Digitale Produktentwicklung wurde in Stuttgart-Fellbach im Juli 2003 eröffnet.

Mitglieder in den Kompetenz-Zentren sind u.a. Forschungseinrichtungen wzB. das Mikroinstitut der Hahn-Schickard-Gesellschaft, Industrieunternehmen wzB. Siemens VDO, Papst-Motoren, Anbieter wie zB. hp, VICON, VISENSO u.a. Die Politik bzw. die Kommunen sind u.a. vertreten durch die Stadt St. Georgen und die IHK Schwarzwald-Baar-Heuberg.

Um die Ziele des Kompetenzzentrums in der Region Schwarzwald-Baar-Heuberg auch in unternehmerische Aktivitäten umzusetzen, wurde ein wirtschaftlicher Verein gegründet. Die Anerkennung durch das Regierungspräsidium als wirtschaftlicher Verein ist bereits erfolgt.

Die Idee der VDC-Initiative ist die flächendeckende Ausbreitung und Vernetzung von Kompetenzzentren für die Digitale Produktentwicklung in ganz Deutschland bzw. dem benachbarten Ausland. Kontakte z.B. zum Automobil-Cluster Oberösterreich bzw. zum Virtual Reality Kompetenzzentrum in Laval, Frankreich sind bereits aufgebaut.

Bedingt durch die Potentiale von Hochschulen und Forschungseinrichtungen(Universität Freiburg, FH Furtwangen, HSG IMIT), die im Bereich Berechnung und Simulation sowie Virtuelle Realität und Kooperatives Arbeiten z.Tl. bereits tätig sind, sowie Anbietern und Anwendern dieser Technologien (insbesondere in den Bereichen Biotechnologie, Medizintechnik, Sensorik, Fluidik, Werkzeug- und Formenbau sowie der Automobilzulieferindustrie) bündelt die Region Schwarzwald-Baar/Heuberg ein großes, potenzielles Know-how in diesen Technologiebereichen. Diese Stellung beruht nicht zuletzt auf zahlreichen Projekten in denen Forschung und Industrie in enger Kooperation an deren Entwicklung gearbeitet haben.

Um die starke Stellung der Region im Bereich Berechnung, Simulation und Visualisierung ausbauen zu können und vor allem auch der mittelständischen Industrie (Kunststoff- und Metallspritzguss, Werkzeug- und Formenbau, Chipentwicklung, Medizintechnik etc.) den Zugang zu diesen Entwicklungen zu ermöglichen, und damit nachhaltig die Wirtschaftskraft des Standortes Schwarzwald-Baar/Heuberg zu stärken (Sicherung der Konkurrenzfähigkeit der Betriebe), will das VDC TZ St. Georgen den Ausbau der Keimzelle für Innovationen durch den Aufbau eines Kompetenzzentrums für die Bereiche Berechnung, Simulation, Virtuelle Realität und Kooperatives Arbeiten weiter vorantreiben. Durch eine dort nachhaltig realisierte Bündelung des in Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen vorhandenen Know-hows kann langfristig die Technologieführerschaft im internationalen Vergleich gesichert und ausgebaut werden.

Im Bereich der Großindustrie (Automobilbranche, Luft- und Raumfahrt) wird bereits heute auf den Einsatz von Berechnung, Simulation und Virtueller Realität zur Beschleunigung der Produktentwicklungszyklen gesetzt. Durch die mit dem Einsatz der Technologien verbundene Kosten- und Zeitersparnis sowie die qualitativen Verbesserungen, werden diese inzwischen im gesamten Produktentwicklungsprozess eingesetzt.

Angesichts immer kürzerer Innovationszyklen und sinkender Gewinnmargen gewinnt der Einsatz von Software für Berechnung, Simulation, Virtuelle Realität und Kooperatives Arbeiten auch für kleine und mittelständische Unternehmen (KMU) zur Steigerung ihrer Wettbewerbsfähigkeit an Bedeutung. Großunternehmen arbeiten zunehmend nicht nur mit rund um den Globus verteilten Entwicklern. Sie binden auch regionale Zulieferer stärker und früher in die Produktentwicklung ein und stimmen Prozesse unternehmensübergreifend ab. Dabei ist die Qualität der Kommunikation entscheidend für eine effiziente Zusammenarbeit. Kooperatives Arbeiten ist dabei in aller Munde, wird jedoch erst von wenigen Firmen eingesetzt. Diese Technologie kann ihre Wirkung aber nur entfalten, wenn auch möglichst viele Firmen im Umfeld der Großindustrie sie einsetzen, und damit ebenfalls von den erheblichen Synergie-Effekten profitieren.

Ein wesentlicher Grund für die Zurückhaltung des Mittelstands beim Einsatz der beiden Technologien waren die bislang sehr hohen Investitions- und Unterhaltskosten. Sinkende Hardwarekosten sowie die bereits deutlich reduzierten Kommunikationskosten ermöglichen jetzt auch den Einsatz von Berechnung, Simulation, Virtueller Realität und Kooperativem Arbeiten in kleinen Unternehmen: Mit der Entwicklung der preisgünstigen, ersten wirklich mobilen VR-Komplettlösung „CYKLOOP“ hat die VISENSO GmbH die Basis für einen breiten Einsatz der Technologien geschaffen. Das VDC TZ St. Georgen verfügt über solch eine mobile Virtual Reality Anlage, die auch in den Unternehmen zum Einsatz kommt und für Konstruktionssitzungen, Kundenpräsentationen oder sonstigen Veranstaltungen zur Verfügung steht.

Im Bereich des Kooperativen Arbeitens bestehen auf internationaler Ebene bereits erste Erfahrungen hinsichtlich der spezifischen Unterstützung von kleinen und mittleren Unternehmen und der Vernetzung des dafür notwendigen Know-hows. So haben sich im Rahmen des europäischen Enscube-Projektes die Rechenzentren CERFACS (Toulouse), KTH (Stockholm) und HLRS (Stuttgart) mit den Tool/Software/Hardware-Providern Alcatel Space, Silicon Graphics, StorageTek und VISENSO zusammengeschlossen, um kleineren und mittelgroßen Unternehmen, aber auch den entsprechenden Abteilungen großer Unternehmen eine effiziente Zusammenarbeit bei der Entwicklung neuer Produkte auch über größere Entfernungen hinweg zu ermöglichen. Dabei wird die kooperative Visualisierungsumgebung COVISE zusammen mit weiteren Conferencing-Tools (Whiteboard, Video, Audio, etc.) für die verteilte Arbeit mit komplexen 3-dimensionalen Daten eingesetzt. Den Kunden wird dabei eine Komplett-Installation inklusive z.B. Satellitenverbindung vor Ort zur Verfügung gestellt, mit Hilfe derer in kürzester Zeit die Kooperation mit den Experten der Rechenzentren und der Zugriff auf deren Ressourcen ohne sicherheitskritische Eingriffe in das vorhandene IT-Netz möglich ist.

Um die vorhandenen technologischen Innovationen auch für den Mittelstand zu erschließen sowie im ständigen Dialog mit den Anwendern die Entwicklung der Technologie voranzutreiben wird am Aufbau eines eigenen Dienstleistungsportfolios durch das Kompetenzzentrum gearbeitet, das sich aus dem Angebot der Mitgliedsunternehmen generiert. Die angebotenen Dienstleistungen, die im Demo-Center im Technologiezentrum St. Georgen zur Verfügung gestellt werden, sollen sich insbesondere an mittelständische Unternehmen, die erste Erfahrungen mit der Technologie sammeln möchten, richten. Neben der Vermietung der mobilen VR-Komplettlösung „CYKLOOP“ (Soft- und Hardware)umfasst das Portfolio die Visualisierung von 3-Daten auf verschiedenen Ausgabegeräten, VR auf dem Desktop, die Vermietung von Soft- und Hardware für kooperatives Arbeiten sowie die Bereitstellung von Berechnungskapazitäten.